Desmirail
Die Geschichte von Chateau Desmirail lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen und geht auf Grundbesitztümer der bedeutenden Weinhändlerfamilien Rausan (damals Pächter von Chateau Latour und Chateau Margaux) und de Gassies zurück. Später gab es häufig wechselnde Besitzer, darunter der Berliner Bankier Robert von Mendelssohn, ein Neffe des berühmten Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy, der das Gut 1903 erwarb. 1855 erhielt Chateau Desmirail die Klassifikation als Troisième Cru Classé. Nach dem 1. Weltkrieg war das Gut schließlich so in einzelne Parzellen zerstückelt, daß die Marke "Desmirail" vom Markt verschwand. Erst ab 1981 fügte der Weinhändler Lucien Lurton die Puzzelteile des ursprünglichen Besitzes wieder zusammen. Im Jahre 1992 übernahm sein Sohn Denis die Führung des Weingutes. Lurton setzt auf ökologisch integrierten Pflanzenschutz. Desmirail besteht heute aus vier Parzellen von insgesamt 30 Hektar Rebfläche.Die Weinberge sind mit durchschnittlich 30 Jahre alten Rebstöcken von Cabernet Sauvignon (70%), Merlot (25%) und Cabernet Franc (5%) bestockt. Der langlebige Rotwein wird 12-18 Monate in zu 60% alten und 40% neuen Eichenfässern ausgebaut.
Der edle, wohlbalancierte Wein hat die für einen großen Margaux-Wein typische Eleganz und Finesse und ist Jahrzehnte lagerfähig.


