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Mosel

Mit 10.300 ha Anbaufläche nehmen die Rebhänge entlang der Mosel, Saar und Ruwer Platz 4 unter den größten deutschen Weinbaugebieten ein. Von Nord nach Süd unterscheidet man fünf Bereiche: Zell/Mosel, dann die vermutlich berühmteste Moselregion Bernkastel, die Obermosel, Saar-Ruwer und Moseltor. Die Trauben sind auf den grauen Schieferböden in mitunter extremster Steillage am Flussufer gepflanzt - nach Dippel zählt etwa der „Bremmer Calmont“, im Landkreis Cochem/Zell, zu den steilsten Rebhängen der Welt! Dadurch und wegen der engen Moselschleifen sind die Reben jedoch vor Wind geschützt und profitieren zugleich von einer optimalen Sonnenausrichtung. Der dunkle Boden speichert die Tageshitze und gibt sie nachts wieder ab. Die Region besitzt zahlreiche, absolut einzigartige Terroirs, weshalb man bereits 1897 ein eigenes Lagenkataster geschaffen hatte, nach dem die Rebgärten in Bonitätsklassen für die jeweils fällige Steuer eingeteilt wurden. Heute soll ein Klassifizierungssystem vorbereitet werden, das sich auf ebendieses Lagenkatsater stützt.
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